Städtische

Friedrich-List-Wirtschaftsschule

Geschichte

Die heutige „Städtische Friedrich-List-Wirtschaftsschule“ wurde am 12. Oktober 1868 als „Handelsschule der königlichen Haupt- und Residenzstadt München“ mit 173 Schülern eröffnet. Grundlage für die Gründung der Schule war der Antrag des „Königlichen Staatsministeriums des Handels und der öffentlichen Arbeiten“ eine höhere Handelsschule für Knaben bei der kgl. Regierung von Oberbayern einzurichten. Nach einigen Umzügen wird 1890 das neue Schulhaus in der Herrenstraße eingeweiht und bezogen. Ab dem Jahr 1916 bis 1934 trägt die Schule den Namen „Städtische Höhere Handelsschule für Knaben“. Danach wird sie in „Städtische Wirtschaftsaufbauschule“ umbenannt. Gegen Ende des zweiten Weltkriegs wurde das Schulgebäude durch einen Bombenangriff zerstört und ein Teil der Schule musste in die Schwanthaler-Schule (Schwanthaler Straße) umziehen.

Ihren heutigen Namen trägt die Wirtschaftsschule erst seit 1974. Im Jahr 2006 zog die Städtische Friedrich-List-Wirtschaftsschule erneut um und befindet sich nun gemeinsam mit der Städtischen Riemersc

hmid-Wirtschaftsschule in einem Gebäude.

Namensgeber

fridriech list

FRIEDRICH LIST wurde am 06. August 1789 in Reutlingen geboren.

Volkswirtschaftler, Politiker und Visionär (1789 – 1846)

Er war ein bedeutender deutscher Nationalökonom und Wirtschaftspolitiker, der aber seiner Zeit weit voraus war. LIST setzte sich für den Bau eines Eisenbahnnetzes zur Verbesserung der Infrastruktur in ganz Deutschland ein. Außerdem versuchte er das englische System der Industrialisierung und Schutzzölle einzuführen. Beide Vorhaben hatten nur mäßigen Erfolg. Man kann zurecht sagen, dass er ein Vorkämpfer für den Deutschen Zollverein und das Eisenbahnwesen war.

Die Schaffung großer Wirtschaftsräume mit einer entsprechenden Verkehrsinfrastruktur haben bis heute nicht an Aktualität verloren. Seine damalige Vision der wirtschaftlichen Einheit Deutschlands ist heute vergleichbar mit dem Zusammenwachsen Europas.

Von vielen angefeindet, missverstanden und depressiv, nahm er sich am 30. November 1846 in Kufstein das Leben.